#1 – Pink Floyd mit “Comfortably Numb”

Der Anfang macht natürlich “Comfortably Numb” vom Pink Floyd’s Album “The Wall”. Dieses Album habe ich Mitte der 80er Jahre für mich entdeckt und es hat meine Teenager-Zeit maßgeblich geprägt. Einige der Stücke werden hier sicher noch Erwähnung finden. Aber der absolute Favorit von diesem Album (und auch von Pink Floyd) ist für mich persönlich “Comfortably Numb”.

Veröffentlichung30. November 1979
Länge6:24
GenreRock
TextRoger Waters
MusikDavid Gilmour/Roger Waters
AlbumThe Wall

In dem Konzeptalbum markiert dieser Song den Wendepunkt der Geschichte, in der der Protagonist Pink anfängt in den Wahnsinn hinter seiner Mauer abzudriften. Betäubt und high von Drogen liegt Pink in seinem Hotelzimmer, während ein Arzt ihn versucht wieder fit zu kriegen, damit er seinen Auftritt absolvieren kann. Die beiden Ebenen – auf der einen Seite das Einreden des Arztes, auf der anderen Seite das Fantasieren von Pink – bringt dieses Stück zum Ausdruck. Pinks Entrücksein wird durch die Textzeile “Your lips move but I can’t hear what you’re saying.” zum Ausdruck gebracht.

Musikalisch ist es einer der Höhepunkte vom Album “The Wall”. Und das eben vorallem wegen des grandiosen Gitarrensolo, das für mich das beste Gitarrensolo aller Zeiten darstellt. Es sind im Grunde zwei Soli, aber das erste lässt einen nur kurz erahnen, was denn da noch kommen wird. Es ist sicher nicht das schnellste Solo, möglicherweise auch nicht so virtuos wie andere, aber es ein sehr getragenes Solo, was ich an Gilmours Art zu spielen, liebe und das sich langsam immer mehr steigert. Die Albumversion ist dabei für mich eher zweitrangig. Ich bevorzuge die Live-Versionen – entweder die Version vom Live-Album P.U.L.S.E. oder von Gilours-Solo-Live-Tour 2016 vom Album “Live at Pompei 2016“. Das sind Versionen, die ich immer wieder hören könnte, ohne dass es mir langweilig werden könnte. Hier zeigt David Gilmour sein ganzes Können und beweist eindrucksvoll, warum er einer der besten Gitarristen ist (zumindest für mich).

Ursprünglich hat Gilmour das Stück für ein Solo-Projekt für sich geschrieben, aber Roger Waters konnte ihn während der Arbeiten an dem Album “The Wall” überreden, diesen Song zusammen mit Waters zu überarbeiten und für Pink Floyd zur Verfügung zu stellen. Laut Waters ist der Text autobiografisch, da er mehrmals in seiner Karriere überedet worden sei, aufzutreten, obwohl er eigentlich nicht in der Verfassung dazu gewesen sei.

Es gibt einige Cover-Versionen von “Comfortably Numb” – Natürlich reichen die nicht an das Original heran. Aber die Version von Hot Action Cop sollte hier nicht unerwähnt bleiben, die daraus immerhin eine nette Rocknummer gemacht haben und das Teil in fünf Minuten runterrocken.

Weitere Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Comfortably_Numb

2 thoughts on “#1 – Pink Floyd mit “Comfortably Numb”

  1. Ich erinnere mich noch, dass wir bei Herrn Reepen im Musikunterricht Pink Floyds ‘The Wall’ durchgearbeitet haben. Wenn ich da richtig liege, auch auf Wunsch des ein oder anderen Klassenkameraden. Ich fand es damals cool, weil eben mal was moderneres. Ich glaube aber, dass ich zwar das Video zu The Wall cool fand, aber im Grunde mit der Musik noch nichts anfangen konnte.
    Pink Floyd höre ich allerdings immer wieder gerne. Gerade an Silvester noch auf 3SAT das Roger Waters Konzert genossen.
    Mein bis dato liebstes Pink Floyd Album ist ‘Whish you wäre here’.

    Ach so, für den vorletzten Absatz spendiere ich noch ein ‘nicht’ 😉
    ‘Laut Waters ist der Text autobiografisch, da er mehrmals in seiner Karriere überedet worden sei, aufzutreten, obwohl er eigentlich NICHT in der Verfassung dazu gewesen sei.’

    1. Dass wir das bei Herrn Reepen durch genommen hatten, hatte ich gar nicht mehr auf den Schirm. “The Wall” hatte ich schon vorher Berührungspunkte. Neben Toto auch unser Nachbar, der Ende der 70er mich nicht hat schlafen lassen. Dazu aber später mehr.

      Danke, für das NICHT. Habe ich direkt eingebaut… 😉

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